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MISEREOR MEETS MODE – Pauline Maïday aus Kamerun über ihr Start-Up
Vortrag von Pauline Maïday
Herzliche Einladung zu dem Vortrag von Pauline Maïday aus Kamerun, 36 Jahre alt. Sie berichtet an diesem Abend mit Worten und Bildern über sich selbst und ihren beruflichen Werdegang.
„Ich bin supergut ausgebildet. Und war trotzdem jahrelang arbeitslos.“
Pauline Maïday bringt damit auf den Punkt, was für viele junge Menschen im Land gilt: Die Jugendar-beitslosigkeit ist in der Küstenstadt Douala, wo Pauline wohnt, extrem hoch. Weit über 80 Prozent der Menschen schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch oder sind arbeitslos. Pauline studierte Jura und machte eine Ausbildung in Logistik- und Transportwesen, beides zukunftsträchtige Berufe. Trotzdem wollte niemand sie anstellen. Fünf Jahre lang war sie arbeitslos. Aber mit Mitte zwanzig hatte sie na-türlich sehr viel Energie und wollte etwas schaffen.
„Ich habe gemerkt, dass ich ein Talent habe. Mein Mann Calvin hat mich ermutigt, etwas daraus zu machen.“
Schließlich fing Pauline Maïday an, kleine Dinge mit den Händen herzustellen: Ohrringe, Ketten, Arm-bänder, dann Notebookhüllen aus Stoff; und irgendwann schneiderte sie ihre ersten Taschen. Hier fing ihre Zukunft an. CODAS Caritas, ein Partner von Misereor in Kamerun, gewährte ihr eine finanzielle Unterstützung, mit der sie sich einen Container mit Schaufenster kaufen konnte. Der ist heute ihre Boutique. Das veränderte alles. Sie war nun viel sichtbarer für ihre Kund*innen.
„Ich bin jetzt frei und flexibel; was mir in den Kopf kommt, das setze ich um; dieses kreative Schaffen ist für mich unglaublich befriedigend.“
Pauline Maïday gründete ihr eigenes Modelabel: „Feere Yeye“. Es machte sie stolz, dass sie jetzt auf eigene Rechnung arbeitete. Sie lernte digitales Marketing und platzierte ihre Taschen zum Beispiel auch bei TikTok …
Referent
Pauline Maïday
Kosten
kostenfrei
